Biopsiediagnostik

Indikation für eine Myokardbiopsie
Die Bedeutung der endomyokardialen Herzmuskelbiopsie (EMB) für die Diagnostik und Behandlung von kardiovaskulären Erkrankungen unklarer Genese wurde von internationalen, multidisziplinären Gremien von Experten auf dem Gebiet der Kardiomyopathie und kardiovaskulären Pathologie herausgestellt. Der Nachweis einer Myokardbeteiligung bei infektiös-entzündlichen und autoimmunologischen Krankheitsbildern kann aktuell nur aus Gewebeuntersuchungen des Myokards erfolgen.
Eine Indikation zur Biopsieentnahme besteht bei allen Patienten mit akuten und chronischen Störungen der Myokardfunktion nach Ausschluss anderer Ursachen wie z.B. KHK, Klappenfehler, Hypertonie. Das Positionspapier der Working Group der ESC on Myocardial and Pericardial Diseases empfiehlt bei allen Patienten mit klinischem Verdacht auf Myokarditis nach Ausschluss einer KHK eine Myokardbiopsie durchzuführen.
Das IKDT hat durch enge Kooperationen mit führenden wissenschaftlichen und klinischen Kooperationspartnern standardisierte Diagnostikabläufe für Untersuchungen an Myokardgeweben und Blutproben entwickelt. Die Zusammenarbeit mit renommierten internationalen Projektpartnern garantiert eine optimale Diagnostik und Differentialdiagnostik zur Prognoseabschätzung und Therapieentscheidung entsprechend dem aktuellen Kenntnisstand der den Kardiomyopathien zugrunde liegenden Pathogenese.
Darüber hinaus bieten wir Ihnen weiterhin die Möglichkeit, alle Untersuchungsbefunde mit klinisch erfahrenen Mitarbeitern zu diskutieren.

Dauer der Untersuchung
je nach Anforderung erfolgt die Diagnostik innerhalb von 3 - 5 Werktagen.
Bei Verdacht auf akute / fulminante Myokarditis, bei kardiogenem Schock oder bei einem "Notfall" (Vermerk vom Einsender) wird der histologische Befund innerhalb von 24 Stunden übermittelt (Schnellschnitt).

Kosten der Untersuchung
Die Vergütung orientiert sich an den GOÄ-Kennziffern.